Startseite
Vorstand
Chronik
Jahresprogramm
Blutwurstschiessen
Diverse Ranglisten
Schützenhausanbau-Vermietung
     
 

Chronik  der  Schützengesellschaft  Güttingen

Am 23. April 1854 fand im Bleihof die Gründungsversammlung der Schützengesellschaft Güttingen statt.                                                                                                                                          Nach vorangegangener Einladung durch den Zeiger, versammelten sich die Schützen zum ersten Mal am 23. April 1854 im Bleihof in welchem anwesend wahren: 9 Mitglieder und haben beschlossen, auf dem Schiess-platz bei Herkules Wagner, im Bleihof alle 14. Tage Bestimmter und Gesetzlicher Gesellschafts-Schiesset abzuhalten, und somit begann das erste Schiessen am 7. Mai 1854. Es nahmen alle 9 Mitglieder teil, geschossen wurde stehend auf 2 Scheiben in 500 Fuss Distanz.                                                             Wer in der Schützengesellschaft eintreten wollte, musste sich beim Schützenpräsident melden, welcher ihm nach der Stimmenmehrheit der Anwesenden die Anzeige des Zutrittes machte. Es musste eine Eintrittsgebühr von 50 Rappen zur Gründung einer Schützen-Kasse  bezahlt werden. Der Anfang des Schiessens begann nachmittags um 3 Uhr. Jedes Mitglied das bis 4 Uhr nicht anwesend wahr, hatte 10 Rappen Busse und gänzlich Ausbleibende eine Busse von 30 Rappen sofort in die Schützenkasse zu legen.                                                                                                                                         Der Schiessplatz befand sich bis 1862 im Bleihof, und später auf der Rotewies. Die Anwohner fühlten sich aber anscheinend durch den Schiesslärm belästigt und wehrten sich mit Erfolg gegen den Schiessbetrieb. Durch Verhandlungen vom 19. Juli 1887 wurde die Schiessstätte der Feldschützen Güttingen-Kesswil am See von der Gemeinde übernommen und beiden Gesellschaften zur Verfügung gestellt.1861 Eidg. Schützenfest in Stans. Landrat und Pristerkapitel von Nidwalden wollten das Schützenfest wegen sittlichen Gefahren verbieten. Der Bundesrat entschied auf Rekurs hin, dass man einem Schiessverein das Schiessen ebensowenig verbieten könne, wie einem Sängerverein das Singen.                                                        1871 erhielten die Güttinger Schützen ihr erstes Banner.                                                                       Am 11. Januar 1894 wurde die heutige Schützenwiese auf der Moritzenegg für Fr. 300.- von beiden Schützengesellschaften gemeinsam gekauft.                                                                                      Bereits drei Jahre später wurde ein Schützenhaus gebaut. Die Scheiben wurden noch im freien aufgestellt und die Zeiger mussten hinter einer Steinplatte in Deckung gehen.                                                         1904 Durchführung eines Ehr- und Freischiessens zum 50-Jahr-Jubiläum.                                                 1908 Bau einer neuen Schiessanlage auf der Moritzenegg. Der bestehende Stand wurde von Hauptmann Waser wegen ganz ungenügender Sicherheit abgeschätzt. An den Kosten von Fr.2400.- für die neue Anlage bezahlten die beiden Gemeinden Güttingen und Kesswil zusammen Fr. 1100.-, den Rest berappten die beiden Schützengesell-schaften.                                                                                                               Bis 1908 bestanden die Schützengesellschaft Güttingen und die Feldschützen Güttingen-Kesswil. Mit dem Bau des neuen Standes konnten auch die Einzugsgebiete der beiden Sektionen bereinigt werden. Aus den Feldschützen Güttingen-Kesswil wurde die Schützengesellschaft Kesswil. Acht Schützen traten aus dieser Sektion in unseren Verein über. Sie brachten aus dem Vereinsvermögen Fr. 100.- und ein Trinkhorn als Eintrittsgeld mit.                                                                                                                           Am 10. Mai 1908 wird der Stand, bestehend aus vier Zugscheiben, mit begeisterung eingeweiht.                  1918 wurde die Anlage auf sechs Scheiben erweitert. Diese Anlage diente den beiden Vereinen bis 1949 Während des ersten Weltkrieges 1914-1918 fehlte die Munition zur Durchführung des Feldschiessens. Nach Beendigung des Krieges wurde dasselbe auf unserem Stand nachgeholt.                                                  Am 5. Oktober 1919 fand eine Fahnenweihe für die neue Vereinsfahne unter Mitwirkung der Dorfvereine und der Patensektion Kesswil statt.                                                                                                        Der Ausbruch des zweiten Weltkrieges hatte wieder Auswirkungen auf das Schiesswesen. Im Protokoll der Jahresversammlung 1941 steht: Das Jahresprogramm kann nicht vielseitig gestaltet werden, da pro Schütze nur 24 Patronen zur Verfügung stehen. Dass trotzdem ein Jungschützenkurs als selbstverständlich betrachtet wurde, zeugte von Weitsicht und darf lobenswert erwähnt werden.                                         1945 Eine Kommision stand mit den Kesswilern in Verhandlung um eine neue Schiessanlage zu erstellen. An der Gemeindeversammlung vom 23. Mai 1948 wurde einm Kreditbegehren von Fr. 25000.- entsprochen. Unter der Leitung eines Frondienstleiters halfen die Schützen mit, die neue Anlage zu erstellen. Dass dabei nicht nur der harte Boden, sondern auch das gespendete Nass seine Tücken hatte, erwähnte der Präsident sogar in seinem Jahresbericht.                                                                                                                 Mit einem Standweihschiessen vom 23. Juni bis 2. Juli wurde die neue Anlage Eingeweiht.                           1954 Das 100-Jährige wird in einfachem Rahmen gefeiert.                                                                     Im selben Jahr besuchen 21 Güttinger-Schützen das Eidgenössische in Lausanne. Mit dem erzielten Resultat von 49.9 Punkten erhielten sie die höchste Auszeichnung. Als Grund für diesen Erfolg wird im Protokollbuch der gute und beruhigende "Waadländer" erwähnt.                                                                                1964 Im Herbst wurde das alte, bis dahin als Festwirtschaft benützte Schützenhaus wegen Strassenbau-arbeiten abgebrochen.                                                                                                                   1973 wurde beschlossen, eine neue Fahne anzuschaffen. 900 Schützen aus 40 Sektionen beteiligten sich  am Fahnenweihschiessen und bestritten den Sektionenwettkampf.                                                     Die Doppelfahnenweihe zusammen mit dem Musikverein-Eintracht vom 13./14. Juli 1974 im Festzelt beim Schützenhaus war denkwürdig aber feucht: Ununterbrochene Regenschauer brachten uns beinahe in Not.     So galt es in den frühen Morgenstunden mit Schaufel und Spaten das Zelt vor einer drohenden Sintflut zuschützen.                                                                                                                                 1979 Der Verein kann sein 125-jähriges Bestehen feiern. Mit einer Beteiligung von 1200 Schützen war das Fest bestens besucht. Der Jubiläumsakt und der Unterhaltungsabend wurden am 30. Juni/1. Juli auf dem  Schulhausareal durchgeführt.                                                                                                          1986 Im Gemeindehaus wurde ein Schiesskeller eingerichtet. Nun kann im Winter ein Luftgewehrtraming durchgeführt werden.                                                                                                                     1991 Die neue elektronische Trefferanzeige ist installiert und wird mit einem grossen «Schiessen» ein-          geweiht.                                                                                                                                      Wenn wir in unserem Rückblick die zahlreichen Verdienste vieler Vorfahren und Mitglieder nicht speziell erwähnt haben, so möchten wir uns an dieser Stelle eine Ausnahme gestatten.                                        1942 trat Werner Müller in unsre Gesellschsft ein und wurde bereits zwei Jahre später in den Vorstand gewählt. Nach sechs Jahren Vorstandstätigkeit wurde er zum Präsidenten gewählt. Als umsichtiger Präsident führte Werner das Vereinsschiff während 27 Jahren. Nach seinem Rücktritt am 8. März 1975 wurde er in Anerkennung der geleisteten Arbeit zum Ehrenpräsidenten ernannt. Am 5. Mai 1998, im hohen Alter von 88 Jahren, verstarb Werner nach kurzer Krankheit. Lieber Werner, wir Schützenkameraden danken dir an dieser Stelle nochmals herzlich für deinen grossen Einsatz, den du für unseren Verein geleistet hast.